In Hoberge-Uerentrup entging ein junger jüdischer Mann mit Behinderung einer Deportation und konnte die Vernichtungsmaschinerie des Naziregimes aus nicht geklärten Gründen überleben. Fritz Flesch wurde 1930 im Alter von 20 Jahren in Bethel aufgenommen, dort sterilisiert und lebte von 1939 bis in die 1980er Jahre in der Pflegefamilie von Wilhelm und Marianne Rahn.
Wir können den Mut der Rahns nur erahnen, wir wissen nicht, warum sie der Verfolgung entgingen, warum keine Denunziation stattfand, warum Behörden keinen besonderen Eifer an den Tag legten, ob er gar beschützt wurde?
In dieser Veranstaltung möchten wir diese außergewöhnliche Überlebensgeschichte wach werden lassen. Wir möchten aus verschiedenen Perspektiven über das Leben von Fritz Flesch und der Familie Rahn berichten. Es geht dabei um Ausarbeitungen, Briefwechsel, Archivmaterial, Erinnerung an Fritz Flesch als Musiker in Dornberg, um die Geschichte der jüdischen Bewohner Bethels und eine kleine Spurensuche in Dornberg.
Die Veranstaltung ist eine Ergänzung zur Verlegung eines Stolpersteins für Fritz Flesch am 15.10.2026 in der Mönkebergstraße in Hoberge-Uerentrup.
(Arbeitsgruppe Fritz Flesch / Familie Rahn)
Ort: Stadtteilbibliothek Dornberg
Der Eintritt ist frei - Spenden sind willkommen.