András Viskys Roman »Die Aussiedlung« ist ein eindringliches literarisches Zeugnis über Vertreibung, Verlust und die Kraft menschlicher Widerstandsfähigkeit. Basierend auf autobiografischen Erfahrungen erzählt der Text von einer Familie, die in den Jahren des kommunistischen Regimes in Rumänien auseinandergerissen und unter unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit in die Steppe deportiert wird. Im Mittelpunkt steht die kindliche Perspektive, die das Geschehen zugleich erschütternd und poetisch erfahrbar macht.
Visky gelingt es, durch eine klare, oft reduzierte Sprache eine Atmosphäre der Bedrohung und zugleich der Hoffnung zu schaffen. Die Erzählung bewegt sich zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen traumatischen Erfahrungen und Momenten des Zusammenhalts. »Die Aussiedlung« ist nicht nur ein persönlicher Bericht über politische Verfolgung, sondern auch eine universelle Geschichte über Menschlichkeit unter extremen Bedingungen. Der Roman lädt dazu ein, über die Auswirkungen von Diktatur und Entwurzelung nachzudenken, und zeigt, wie selbst in Situationen tiefster Verzweiflung Würde und Hoffnung bewahrt werden können.
András Visky ist ein bedeutender ungarischer Schriftsteller, Dramaturg und Theatermacher, der vor allem durch seine tiefgründigen, oft autobiografisch geprägten Werke bekannt ist. Er wurde am 13. April 1957 in Rumänien geboren und gehört zur ungarischen Minderheit in Siebenbürgen. Für seinen Roman »Die Aussiedlung« erhielt András Visky den Internationalen Literaturpreis 2026.
Moderation: Dr. Iulia Capros
Musik: Nils Rabente, Piano & Jan Monazahian, Flöte
Schauspielerin: Christina Huckle
Ort: Literaturbühne | EG
Eintritt: 15 € | Ermäßigt 10 € | Live-Stream 7 €
Der Einlass und die Abendkasse (falls noch Tickets verfügbar sind) beginnen um 19.30 Uhr.
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In Kooperation mit dem Förderverein der Stadtbibliothek Bielefeld e.V.